Durch Angreifen begreifen

Gerade in der digitalen Zeit ist es notwendig, die Studierenden zu motivieren, Pflanzen nicht nur virtuell im Skriptum oder auf dem Bildschirm kennenzulernen, sondern sie auch tatsächlich in der Natur zu erleben.

Gelegenheit dazu gibt es direkt vor Ort, im Arzneipflanzengarten des Departments für Pharmakognosie der Universität Wien. Er bietet eine umfangreiche Sammlung von heimischen und gebietsfremden Arznei-, Gewürz- und Nahrungspflanzen. Diese dienen Studierenden und Lehrenden als Anschauungsmaterial und liefern Grundlagen für die Forschung am Department.


The Garden

Mit freundlicher Erlaubnis des Digitalen Apothekergartens der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde der Arzneipflanzengarten durch eine digitale Plattform ergänzt. Direkt an den Pflanzen lassen sich nun durch einen QR Code vielfältige Informationen aus dem Internet aufrufen, z.B. welche Inhaltsstoffe wirksam sind oder welche Pflanzenteile als Droge verwendet werden.

Gewürz- und Nahrungspflanzen

Neben den in der Humanernährung wichtigen Getreidearten und Pseudocerealien kann der Interessierte Chia, Floh– und Leinsamen, Guarbohnen und den verschiedensten Zwiebeln beim Wachsen zusehen. Überdies laden etliche Gewürze, von denen viele gleichzeitig Arzneipflanzen sind, zum Kennenlernen und Begreifen ein.

Im Sinne einer ökologischen Wertsteigerung, wurden Insektenhotels aufgestellt und eine Totholzecke eingerichtet. Weiteres sind mit Ausnahme des Moorbeetes die Substrate frei von Torf.



Links

Der link zum virtuellen Herbarium der Universität Wien (Datenbank Virtual Herbaria JACQ) wurde von der Universitätsbibliothek der Universität Wien zur Verfügung gestellt. Das virtuelle Herbarium ermöglicht den Zugriff auf (mehrere Millionen) digitalisierte Herbarbelege, das heißt, professionell getrocknete Pflanzen, deren gültige Pflanzennamen, Daten zu deren Vorkommen und vielfach auch auf Standortfotos. Die Datenbank erschließt dem Interessierten die Grundlagen der botanischen Dokumentation. Selbige ist ein unerlässliches Werkzeug für jeden, der sich wissenschaftlich mit Arznei- Gewürz- und Nahrungspflanzen beschäftigen möchte.

https://bibliothek.univie.ac.at/sammlungen/herbarium.html

 

Der link zur „Österreichischen Pflanzenliste essbarer Wildpflanzen und Blüten“ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/buch/codex/beschluesse/Empfehlung_WildpflanzenundBlueten5.7.2019.pdf?72sgcf

umfasst Wildpflanzen und Blüten, die für innovative Produkte von Lebensmittelherstellern und Gastronomen vorwiegend frisch verwendet werden. Manche von ihnen sind Gewürze, andere gehören zu den Schmuckdrogen oder zu den Arzneipflanzen, die meisten aber sind „wild“ wachsend und für Pharmazeuten wie Ernährungswissenschaftler eher ungewöhnlich.


Contact

Adresse:
Universität Wien
Department für Pharmakognosie
Pharmaziezentrum, UZA 2
Zugang über: Spange G, Ebene 1
Althanstraße 14
1090 Wien

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9.00 bis 15.00 Uhr
Zu den Öffnungszeiten ist der Arzneipflanzengarten kostenfrei zugänglich.

Leitung:
Ass. Prof. Dr. Christoph Wawrosch
Department für Pharmakognosie
Althanstraße 14
1090 Wien
T: +43-1-4277-552 86
christoph.wawrosch@univie.ac.at